Was hat die Flüchtlingspolitik mit Othering und Postkolonialismus zu tun?

Merle Becker spricht an der Hochschule Hamm-Lippstadt über aeWorldwide, Postkolonialismus, Othering und Flüchtlinge

– Und was macht eigentlich aeWorldwide?

Wenn wir über die sogenannten „Flüchtlinge“ sprechen, dann passiert etwas: Wir machen eine Gruppe auf! Wir definieren eine große Anzahl von Menschen unter einer Bezeichnung und schreiben ihnen damit sehr viel zu. Dabei wissen wir eigentlich ganz genau, dass die Gruppe der geflüchteten Menschen extrem heterogen ist. Wir wissen, dass weltweit Menschen unterschiedlichster Religion, Herkunftsstaaten, sozialer Hintergründe, Bildungsgrade und unterschiedlichsten Alters ankommen. Und trotzdem geben wir ihnen alle den gleichen Stempel: Flüchtling. In akademischen Diskursen nennt man dieses Vorgehen auch Othering.

Mit einer Kommilition sprach ich im November 2015 darüber, was die akademischen Theorien des Postkolonialismus damit zu tun haben und wie daraus die Organisation academic experience Worldwide e.V. entstanden ist, die wir gemeinsam gegründet haben.

Ich habe in dem Vortrag an der Hochschule Hamm-Lippstadt versucht, Othering zu erklären und aufzuzeigen, wieso es sich dabei und generell bei Postkolonialismus nicht nur um rein theoretische Ideen aus dem akademischen Elfenbeinturm handelt, sondern dass wir alle jeden Tag damit in Berührung kommen. Bevor Ihr jetzt also das Video anseht, lasst Euch nochmal kurz durch den Kopf gehen, was in Bezug auf folgende „Gruppen“ jeden Tag in den Medien und in Gesprächen für Bilder konstruiert werden:

  • Nordafrikaner (#Nafri)
  • Islam
  • Flüchtlinge
  • Afrika und Afrikaner sowie Afrikanerinnen

Wo seht Ihr sonst bei Euch im Alltag Othering? Wann müsst Ihr an Postkolonialismus denken?

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